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Microsoft stellt den Verkauf von Windows XP ein
Mittwoch, 10. Dezember 2008 um 22:52 Uhr
Microsoft Windows XP ProfessionalNach sieben Jahren kommt das offizielle Ende von Windows XP. Microsoft stellt den Verkauf weitgehend ein. PC-Hersteller und Händler dürfen ihre bestehenden Vorräte von XP noch verkaufen. Für Mini-Notebooks (Netbooks) macht der Softwarehersteller noch eine Ausnahme bis Juni 2010. Trotz des Verkaufsstopps werden Rechner mit XP noch einige Zeit erhältlich sein. Einzelhändler und PC-Hersteller könnten vorrätige Produktpakete und PCs mit vorinstalliertem System noch an Privat- und Firmenkunden verkaufen, teilte Microsoft in München mit. Zudem beliefert das US-Unternehmen Hersteller von Mini-Notebooks wie des EeePC oder ideaPad mindestens bis Juni 2010 mit XP.

Ursprünglich sollte der Verkauf schon im vergangenen Januar enden. Nach Protesten von Hardware-Herstellern, die auf den anhaltenden Bedarf verwiesen, ruderte Microsoft jedoch zurück. Vor allem Unternehmen hatten sich bislang schwer mit dem Umstieg auf den XP-Nachfolger Windows Vista getan.

Technische Unterstützung für XP will Microsoft noch geraume Zeit gewähren. Die bislang übliche Produktunterstützung läuft bis zum Jahr 2009. Sicherheitsmängel wird der Hersteller bis 2014 mit Software-Updates beheben.

Die großen Computerhersteller sind auf das Ende von Windows XP vorbereitet.

Nach Angaben von Microsoft wurden von Vista bislang 140 Millionen Exemplare im Handel verkauft. Der Hersteller hatte das Betriebssystem Anfang vergangenen Jahres nach mehrfachen Verzögerungen und mit über fünf Jahren Abstand zum Vorgänger XP auf den Markt gebracht. Die erhoffte Akzeptanz bei Unternehmenskunden lässt allerdings weiter auf sich warten. Selbst der Chiphersteller Intel, langjähriger enger Partner von Microsoft, will Medienberichten zufolge lieber auf den Vista-Nachfolger Windows 7 warten, der voraussichtlich in eineinhalb Jahren auf den Markt kommt.

Wie die „New York Times“ diese Woche berichtete, wird Intel die Computer seiner rund 80.000 Mitarbeiter nicht auf Vista umstellen. „Das soll Microsoft nicht schlecht machen, aber die Technologie-Mitarbeiter von Intel haben einfach keinen überzeugenden Grund für den Umstieg auf Vista gefunden“, zitierte die Zeitung einen Mitarbeiter.

 

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